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NÜRNBERGER BURG-POKAL Der in Deutschland verwendete Begriff Dressur ist vom Französischen „dresser“ abgeleitet, das unter anderem „aufrichten“ bedeutet. Mit dem Einüben und Abfragen von Kunststücken hat die Disziplin Dressurreiten nichts zu tun. Unter Dressur ist vielmehr ein gesundheitsorientiertes ganzkörperliches Training des Pferdes unter dem tief sitzenden Reiter zu sehen. Im Zuge der Gymnastizierung werden Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit verbessert und die natürlichen Anlagen des Pferdes gefördert.

Etwa ab Mitte des 16. Jahrhunderts entwickelte sich in Frankreich die sogenannte Schulreiterei, die die Anmut des Pferdes und die Eleganz des Reitens in den Vordergrund rückte. Die vor allem in Adelskreisen beliebte Kunstform der „Hohen Schule“ erfuhr 1789, mit Beginn der französischen Revolution, einen erheblichen Rückschlag.

Erst über die Kavallerieschulen Saumur und Hannover wurde im 19. Jahrhundert der Stellenwert der Reitkunst wieder in den Fokus gerückt. Zielsetzung der Ausbildungssystematik war es, Pferde so zu schulen, dass sie in jeder Situation, und damit auch auf dem Schlachtfeld, kontrollierbar waren. Die im Jahr 1912 veröffentlichte Heeresdienstvorschrift Nr. 12, kurz HDv12, ist bis heute Grundlage des aktuellen Ausbildungsleitfadens der Deutschen Reiterlichen Vereinigung(FN = Fédération National).


Die Dressur ist eine eigenständige Disziplin und als ganzheitliches Fitnessprogramm gleichzeitig Grundlage und Voraussetzung für beinahe alle übrigen Reitweisen und Disziplinen. Ihr liegen Erkenntnisse aus der Trainings- und Beweglichkeitslehre zugrunde. Systematisch ausgebildete Pferde sind einfacher zu reiten sowie physisch und psychisch belastbarer. In der Folge sind sie der Beanspruchung durch den Reiter besser gewachsen und bleiben in der Regel länger gesund.

 
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